Archive for the 'GedankenAusUnterwegs' Category

02
Sep
10

Ding Dong

Gestern las ich in einem im Zug zurück gelassenen Focus, Sky Deutschland suche jetzt 50 „Handelsvertreter“, die GEZmäßig Gaststätten, Bars und Hotels überprüfen sollen um „Schwarzseher“ aufzuspüren. Macht Sinn, schließlich ist es laut Sky untersagt mit einer privaten Lizenz Sky öffentlich zu zeigen und eine Lizenz für Kneipenbesitzer kostet von 2280,- € bis 4320,- im Jahr. (Die Preisliste für jetzt bibbernde Schwarzzeiger gibts hier als .pdf) Das ist schon ein stolze Sümmchen, vor allem, weil Sky als Strafe bei Verstößen dagegen noch viel höhere Summen androht. Etwaige Schummler sollten also in Zukunft darauf achten, wen sie zum mitgucken in die Kneipe lassen:

P.S. Hat der Käfig in dem Video etwa ein Würstchen als Vogelstange?

P.P.S. Ich werd mal in meinem fast 10 Jahre alten Premiere Vertrag gucken, ob das da mit dem öffentlich zeigen auch schon drin stand.

P.P.S. Mir war gar nicht bewusst, wie seicht und Boulevardesque der Focus eigentlich ist. Im Kulturteil finden sich z.B. so wertvolle Beiträge wie der über das „digitale Familienalbum des Windsor-Clans“. Wow.

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28
Jul
10

Betriebsferien?

Regelmäßig morgens, auf dem Weg vom Bus zur Arbeit, treffe ich seit vielen Jahren den Fensterputzer. Ich weiß nicht genau, wie lange er schon seiner putzenden Arbeit nachgeht, eine gute handvoll Sommer werden es wohl sein. Natürlich steht er nicht jeden Morgen dort. Bei Regen ist es ihm wohl einerseits zu nass, andererseits verwehren ihm bei Niederschlag viele Autofahrer (durchaus zu Recht) die Dortseinsberechtigung. Durch Beobachtung über die Jahre hinweg konnte ich feststellen, dass er durchaus einen strukturierteren Arbeitstag hat als ich:

Die Arbeit beginn um neun Uhr mit dem Bereitlegen der Utensilien „Eimer“, „Spüli“ und dem „Dings, das man zum Fensterputzen braucht“. Anschließend wird dieses Dings gewissenhaft von allen Fliegenresten des Vortages gereinigt um dann mit der eigentlichen Arbeit zu beginnen. Mit einer stoischen Ruhe wird seine Kunst, den zwangsläufig an der Ampel haltenden Fahrern, mit immer der gleichen Methode dargeboten. In Phase 1 wird durch Winken mit dem Wischdings signalisiert, dass in Planung ist (gegen kleinen Obolus) die Frontscheibe des Bewunkenen streifenfrei zu reinigen, um dann zu gucken wie der Fahrer reagiert. Mit der Zeit habe ich verschiedene Reaktionstypen ausmachen können, die ich hier (sehr grob) kategorisieren möchte:

  • Typus A: „Wenn Du mit Deinem Dreckspümpel auch nur in die Nähe meines neuen Porsches kommst, dann…“
  • Typus B: „Och ich weiß nicht, eigentlich kann ich das an der Tanke auch selbst machen und außerdem willste doch bestimmt Geld dafür, oder?“
  • Typus C (sehr seltenen): „Mach man. Is echt dreckig die Scheibe. Ich hab hier eh immer schon nen Euro für Dich liegen“

In Phase 2 wird logischerweise vom Fensterputzer adäquat auf diese Typen reagiert. Bei Typus A geht es zur nächsten Scheibe, bei Typus C wird geputzt und kassiert. Durch Typus B allerdings entsteht ein wortloses Verkaufsgespräch in Form eines Schaumsmileys auf der Frontscheibe. Dieser führt dann entweder zum Weiterputzendürfen mit anschließender monetärer Entlohnung oder zu einem Weiterputzenmüssen mit einhergehender Entlohnung durch Gehupe und Gezeter. Ich finde diese schon Jahre währende Muße und Beharrlichkeit höchst bewundernswert.

Doch jüngst drohte dem fensterputzerischen Idyll Ungemach. Auf Grund von Bauarbeiten ist seit dieser Woche die Max-Brauer-Allee für eine Monat eine Einbahnstraße. Und das ausgerechnet so gerichtet, dass der Putzer an seinem Arbeitsplatz nachhaltig keine Automobile zu erwarten hat. Ich begann mich zu fragen, wie der Fenstermann wohl reagieren würde. Ein Ausweichen in die Gegenrichtung wäre durchaus im Bereich des Möglichen, genauso wie ein Ausweichen auf eine der vielen anderen Hamburger Kreuzungen. Ersteres ist nicht eingetreten, letzteren kann ich nicht abschließend beurteilen. Ich vermute allerdings, dass er, wie so viele im Sommer, einfach einmonatige Betriebsferien ausgerufen hat. Sollte dem nicht so sein, d.h. sollte jemand ihm begegnen, so teile er mir dies doch bitte mit und bestelle gleichzeitig einen Gruß. Ich hoffe, er fühlt sich zur Zeit nicht allzu puztlos.

Kreuzung Max-Brauer-Alle / Stresemannstrasse: Trotz roter Ampel glänzen sowohl der Fensterputzmann, als auch die Autos dieser Tage allein durch trotzig zur Schau gestellte Abwesenheit.

P.S.: Man verzeihe mir übrigens den Spitznamen den ich ihm heimlich gab, beschreibt dieser doch vollkommen irreführend und falsch sein Tätigkeitsfeld und zieht ihn in eine doch sehr schmuddelige Ecke:

23
Jun
10

Jaja, das mit dem Nachnamen als Firmennamen.

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Vielleicht wäre es in diesem Falle besser gewesen, hätte der alte Zirkusdirektor Herr Sperlich seinen Zirkus nicht nach sich selbst, sondern „Remmi-Demmi“, „Fliegenpilz“ oder sogar „Opulent“ getauft. Vielleicht heißt er aber auch eigentlich Müller und ist einfach nur ein ehrlicher Mensch mit Rechtschreibschwäche.

05
Apr
10

Strahlendes Wetter.

Auch wenn es immer wieder ein komisches Gefühl ist. Der gestrige Tag in Blickweite eines Atomkraftwerkes war ein schöner.
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17
Feb
10

Das mit dem Alter und die Technik.

Dass man auch im Alter von 91 Jahren durchaus noch Freude an modernster Technik haben kann, bewies jüngst meine Oma, als wir unter zuhilfenahme von Google Skymap den nächtlichen Himmel studierten und ihre Augen gar nicht mehr aufhören wollten zu strahlen. Erfuhr ich doch hinterher, dass sie sich „damals“ noch mit einer auf Papier gemalten, statischen Sternenkarte begnügen musste. Besonders, dass Skymap uns verriet, dass der Mond just hinterm Horizont verschwunden war bereitete ihr viel Vergnügen.

16
Feb
10

Nomen est Omen?

Schon seit Jahren ärger ich mich darüber, dass ich nix zum knipsen dabei hab, wenn ich an diesem Schild vorbei laufe und denke: „Man hätte natürlich auch auf den 2. Vornamen verzichten können…“

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10
Jan
10

Travel Pussy.

Während einer Pause an einer Raststätte begab ich mich in gen Pissoir und während ich mich erleichterte schweifte mein Blick in Richtung Kondomautomat, der direkt links neben mir an der Wand hing. Dass es in diesen Automaten mittlerweile nicht nur Kondome gibt, hatte ich schon mal gehört. Dass es aber auch ernsthaft ein Produkt gibt, das Travel Pussy heißt, hatte ich nicht erwartet. Leider hatte ich mein Telefon im Auto gelassen, so dass ich leider kein Foto machen konnte.

In Hamburg und später dann auf dem Kietz angekommen, landete ich irgendwann in der Kogge und was sahen meine freudigen Augen dort vor den Toiletten? Einen Automaten mit einer Travel-Pussy im Angebot. Macht ja auch Sinn, die Kogge ist ein Hotel und einem Hotel sind des öfteren Reisende zugegen. Überraschend nur immer wieder, dass einem Dinge, sobald man sie einmal bemerkt hat, immer wieder ins Auge springen.

Letzendlich bin ich froh, doch noch zu meinem Foto gekommen zu sein und hiermit Beweisen zu können, dass die Deichkinder wissen, wovon sie singen:

P.S. Für alle Neugierigen, einen Produkttest findet man hier.

P.P.S. Und noch einen hinterher, fiel mir gerade ein, als ich weiter oben die Tavel Pussy bei Amazon verlinkt habe: Das neue Telefon von Google heißt ja Nexus One. Wenn man jetzt aber den Suchbegriff „Nexus“ im Amazon-Shop eingibt, dann wird auch noch was ganz Anderes gefunden. Scheint so, als hätte Google vergessen, den eigene Produktnamen zu googlen.




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