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Jan
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Rot nach 2 Sekunden.

Eigentlich wollte ich ja gucken, ob man Vorsah beim Spiel Hoffenheim gegen St. Pauli nicht eine rote Karte wegen Notbremse hätte geben können. Denn obwohl der ansonsten schlechte Schiedsrichter Dingert vor Kruses 1:1 völlig zu Recht Vorteil hatte laufen lassen, gab es ja quasi vorher eine „Notbremse“. Und statt weitere Gründe zu finden, um mich noch doller über dieses 2:2 zu ärgern, stolpere ich bei Wikipedia über den Abschnitt „Bekannte Rotsünder„, der mich so ablenkte, dass meine Wut auf eine mögliche Schiedsrichterverschwörung* schlagartig verschwunden war. An diesem Absatz möchte ich vor allem die rote Karte für Lee Todd hervorgehoben sehen:

Den Rekord für die meisten Roten Karten in einem einzelnen Spiel hält der schottische Zweitligaspieler Andy McLaren. Er bekam im Dezember 2006 für ein Foulspiel, eine Tätlichkeit gegen einen gegnerischen Spieler und schließlich für eine Sachbeschädigung in der Schiedsrichterkabine insgesamt drei Rote Karten. Den Rekord für die schnellste bekannte rote Karte hält der walisische Amateur-Fußballer Lee Todd. Er reagierte im Jahr 2000 auf den Anpfiff des Schiedsrichters mit den Worten „Fuck me, that was loud“ und wurde wegen „foul language“ bereits nach zwei Sekunden vom Platz gestellt. Häufig wird auch David Pratt von Chippenham Town FC als schnellster Rotsünder genannt, der in einem Amateurspiel wegen Foulspiels nach 3 Sekunden des Feldes verwiesen wurde. Technisch betrachtet gab es noch zwei schnellere Feldverweise, diese ereigneten sich jedoch nicht bei Spielbeginn, sondern während einer Einwechslung. Walter Boyd vom walisischen Klub Swansea City sah die Rote Karte sozusagen in Sekunde 0, weil er einem Gegner den Ellenbogen ins Gesicht rammte, noch bevor der Schiedsrichter die Partie wieder anpfeifen konnte. Gleiches „gelang“ auch Keith Gillespie von Sheffield United im Januar 2007.

Den ganzen Artikel zur roten Karte von Lee Todd gibt es übrigens auch noch hier, beim Guardian.

Ob man dem Vorsah wiederum eine rote Karte hätte geben können, habe ich übrigens nicht rausbekommen. In den Regeln steht nur: „Ein Spieler muss durch Zeigen der roten Karte des Feldes verwiesen werden, wenn er […]einem auf sein Tor zulaufenden Gegenspieler eine offensichtliche Torchance nimmt, indem er eine mit Freistoß oder Strafstoß zu ahndende Regelübertretung begeht“. Bleibt  halt die Frage, ob er überhaupt die Chance zum Tor genommen hat, wenn eine Vorteilssituation bestand, die wiederum zu einem Tor führte… Ich mit meiner braun-weissen Brille finde trotzdem, dass wir mal wieder betrogen wurden. 10 schwächelnde Hoffenheimer hätten die Jungs mMn. mal ganz locker an die Wand gespielt.

Apropos betrügende Schiedsrichter: St. Pauli scheint zur Zeit auch objektiv verflucht zu sein. Schiedsrichter Christian Dingert bekam vom Kicker ein glatte „5“ und in den vorangegangenen drei Spielen gabs eine durchschnittliche Schiedsrichternote von 4,5.

* (Wiederum sehr auffällig ist, dass meine Rechtschreibprüfung das Wort  Schiedsrichterverschwörung kennt, oder? Hat da etwa der Magath die Finger im Spiel?)

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