Der große Unterschied zwischen einem schnöden Keyboard und einem echten, von Hand gebauten Piano zeigt sich zum einen im Klang, darüber hinaus aber vor allem in Anschlagdynamik und Gewichtung der Tasten, wobei Letzteres wohl der Vergangenheit angehört, wie man im Schaufenster von Klavier Knaur in der Holstenstrasse lernen kann. Der Unterschied zwischen einem lektorierten Werbeaufsteller und einem ohne Rechtschreibprüfung in Druck gegebenen kann darin liegen, dass letzterer dem geneigten Beobachter die Möglichkeit gibt, Vermutungen anzustellen, wie es z.B. zu einem fehlenden Buchstaben kommen konnte.
Meine Vermutung im aktuellen Fall ist die, dass Baba, das tapfere Kerlchen aus dem Ausguck, keine Lust mehr hatte nach jeder Begegnung mit Galliern nach Hause zu schwimmen und deshalb dem Piratentum abgeschworen hat, woraufhin er bei Yamaha als Tester von Galeerentrommeln anheuerte. Als die Hochzeit der Galeerentrommeln aus japanischer Produktion vorüber war, musste er umschulen (da ihm auf Grund von zu langer Betriebszugehörigkeit nicht gekündigt werden konnte) und so begann er ein Praktikum in der Marketingabteilung seines alten Arbeitgebers. Eines seiner ersten Werke war die unten zu sehende Werbezeile die, sobald sein Vorgesetzter (ein gewisser Herr Wong) sie einem Deutschen zeigte, stets für große Heiterkeit sorgte, so dass Herr Wong beschloss, diese als Aufmacher des Aufstellers zur Bewerbung der Yamahischen “Natural Keyboards” zu verwenden, dessen Fertigstellung er schon seit Monaten vor sich her schob.



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