Wie im vorangegangen Beitrag schon erwähnt, war die Erwartungshaltung vor den diesjährigen Schanzenfestspielen sehr gross. Und so war schon kurz vor Anpfiff eine deutliche Nervösität bei beiden Teams zu erkennen. Team Grün versuchte sich schon während des Vorprogramms (irgendwelche Musik auf so einer Bühne) taktisch günstig zu positionieren und drängte in die feiernden Massen um den ersten Einwurf, der aus Richtung der Roten Flora erwartet wurde, direkt kontern zu können. Und es kam genau so, wie erwartet.
Pünktlich um 21:45, keine Sekunde zu spät, flogen direkt nach dem Startschuss (der Veranstalter erklärte das Vorprogramm bei musikalischer Untermalung durch die lokalmatadoren Deichkind für beendet) die ersten Flaschen und Knallkörper auf die bereitstehenden Beamten. Auf Grund der grossen Fanmengen war es für die Fusstruppen aus Brandenburg und Bayern schwierig wichtige Punkte zu sammeln, so dass die „linken Chaoten“, wie sie von Fans der Springerpresse genannt werden, einen wichtigen Punktsieg verbuchen konnten.
Das 1-0 für Schwarz konnte so natürlich nicht stehen gelassen werden, weshalb sofort die Kavallarie angefordert wurde: Bevor sich die Gemüter von Fans und Spieler zu doll erhitzen konnten wurde Wasserwerfer eingesetzt, die die gemischte Menge in Richtung Susannenstrasse abdrängten. Der Platz vor der Roten Flora wurde geräumt. Der Ausgleich zum 1-1.
Jetzt war die Marschrichtung klar. Auf zum ausgelobten Pokal in Form der neuen McDonalds Filiale. Nach teils vehementen Scharmützeln in der Susannenstrasse wurde aber klar: auf eine solch einfache Strategie würden sich die Jungs und Mädels vom Schwarzen Block nicht einlassen und so brannte wenig später relativ unbehelligt auf der Kreuzung Schulterplatt / Schanzenstasse / Neuer Pferdemarkt ein munteres Feuerchen, ein wunderschönes Fotomotiv, das erst ca. 15 Minuten später von der Polizeisportgruppe gelöscht werden konnte. Ein klares Tor, 2-1 für die Heimmannschaft. Kurzzeitig hatten hier die Jungs in Grün total die Kontrolle verloren.
Diese Erlangten sie aber schnell wieder: durch gezielte Festnahmen konnte der Kreis der Gegner stark verringert werden. Wieder der Ausgleich, 2-2. Anschließend wurde der Ton schärfer („Sogenannte Unbeteiligte“ O-Ton vom Heinz Strunk Double in einem Wasserwerfer) wurde kurz gewarnt und anschließend „Opfer von Zwangsmaßnahmen“ durch Schlagstock und Wasserwerfereinsatz vor dem Grünen Jager (sic!), ein grobes Foul, so dass die Gäste einen Strafpunkt erhielten, 3-2 für Schwarz.
Und dann ein überraschender Coup der Spieler mit den Taucherbrillen: Abseits vom Geschehen konnte vor der Polizeiwache Lerchenstrasse ein Streifenwgen in Brand gesteckt werden, dessen ausbrennen nicht verhindert werden konnte, der aber später ein tolles Motiv für Intervies darstellen sollte. Die Führung zum 4-2.
Der weitere Verlauf des Spiels ist relativ schnell erzählt: Die Spieler der Linken verloren offentsichtlich das Interesse, es wurden Spieler beobachtet, die von Feierabend sprachen und vor Beendigung des Wettkampfes das Spielfeld verließen, wodurch auf 4-3 verürzt werden konnte. Als durch die einbrechende Morgendämmerung der Abpfiff nahte und die Fensterscheiben bei McDonalds immer noch heil waren, konnte sogar noch der Ausgleich geschafft werden.
Wir können uns also auch im nächsten Jahr wieder auf einen Interessanten Wettkampf hoffen. Vor allem, weil zu erwarten ist, dass sich in Zunkunft immer mehr Spieler, so genannte Event-Krawallisten, die sich mit der Polizei anlegen wollen hinzu kommen werden.
Erinnert mich irgendwie an Werner ;)
Hatte ich, ehrlich gesagt, auch im Hinterkopf ;)
passt aber gut!
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