Was aus dem Jahre 2003:
Was aus dem Jahre 2003:
Enrico Mombasa, Schiffsbauer in Hamburg. ömpf,ör124724217… 2…:
Heute mal was aus den Neunzigern:
Mal schnell, auf Grund des heutigen Datums, ein Ohrwurm-Spezial:
Eben auf dem Heimweg bescherte mir eine Busfahrt (mal wieder) einen dieser Momente, die das Leben lebenswert machen. Auf dem mit diesem Zeichen versehenen, bei Bedarf für ältere und/oder versehrte Menschen zu räumenden Sitzplätzen, saßen zwei dieser pubertierenden Bengel, wegen derer ich auf dem Kietz kein Bier mehr trinken darf. Ob sie eher aus Pinne- oder Mümmelmannsberg kamen kann ich nicht beurteilen. Die Beiden unterhielten sich unter Alkoholgenuss mit einem weiteren, vor ihnen stehenden Mitglied ihrer Bande in erhöhter Lautstärke über die aktuelle Lage auf dem Markt der Frauen, als einen Dame eines Semesters, das nicht mehr in Ihr Beuteschema fallen dürfte die Bühne betrat. Der Bus war gut gefüllt, alle Sitzplätze waren besetzt, die Dame war offensichtlich auf der Suche nach einem Sitzplatz, machte aber nicht den Eindruck den Mut zu habe die beiden Hallodris um selbigen zu bitten. Doch dann nahm das Schauspiel eine überraschende Wende: Der dritte im Bunde wurde der Seniorin gewahr und formulierte darauf hin folgenden pointierten Satz: „Ein, Digger, steh ma auf, da will jemand sitzen. Oder wählst du FDP???“.
Ich habe mir fest vorgenommen von der Jugend zu lernen und diese wunderschön treffliche Beschimpfung in meinen aktiven Wortschatz einzupflegen.
Ich kann mich noch gut daran erinnern: Es war vor 22 Jahren. Ich war bei meiner Oma zu Besuch, das Radio dudelte nebenbei Klassisches, als das Programm für eine Sondersendung unterbrochen wurde. Uwe Barschel sei in der Nacht gestorben, teilte mir da im Radio der Nachrichtensprecher mit. Ich sprang sofort auf, rannte jubelnd zu meinen Eltern um die freudige Meldung weiter zu tragen und fing an zu spekulieren ob er sich erschossen oder erhängt habe. Zu meiner Überraschung teilten meine Eltern weder die Freude über den Tot dieses Menschen, noch die Neugierde über mögliche Todesursachen mit mir, sondern erteilten mir eine Lektion über Würde, Anstand und Pietät, die ich nicht vergessen sollte. Fazit: an dem Tot eines Menschen sollte man sich nicht erfreuen, so unsympathisch er einem zu Lebzeiten auch erschienen sein mag.
Heute morgen gab dann der Nachrichtensprecher bei Radio Hamburg (laut meiner Erinnerung in etwa) Folgendes zum Besten: „Was schon vermutet wurde, ist jetzt Gewissheit. NPD-Funktionär Jürgen Rieger ist Hirntod. Der 63 jährige… (usw., usf.)“.
„Irgendwie nichts Neues“, dachte ich daraufhin, bis ich hörte, er sei im Krankenhaus und vielleicht sogar schon tot. Da hatte mich der Herr Freud doch tatsächlich was falsch interpretieren lassen. Und plötzlich musste ich dann wieder daran denken, was meine Eltern mir vor 22 Jahren beigebracht haben und reiße mich hiermit zusammen. Zum Glück muss man nicht auch noch traurig sein…
Ein Klassiker der Kinderohrwürmer:
Seit ca. 4 Wochen hatte ich immer wieder einen Song im Ohr. Ich wusste nicht, woher. Ich wusste nicht von welcher Band er sein könnte. Und ich wusste nicht ansatzweise ein Textfragment. Gar nichts. Nur die Melodie. Und mit dumm, dumm, dumm, die dumm dumm dumm kommt man auch beim besten iPhone App nicht weit. Jetzt lief der Song in meinem neuen lieblings Musiksender: Tide. Der Sender, von dem ich bisher dachte, er sei so etwas wie der öffentliche Kanal Hamburgs zeigt zur Zeit nämlich (trotz Sternekoch Hans Dampf) gefühlt mehr Musik als MTV und Viva zusammen. Und dann auch noch deutlich bessere. Aber zurück zum Ohrwurm.
Heute spielte dann Tide zu meiner Freude „The golden Age“ von „The Galaxy Asteroids Tour„. Da klingelte es. Mal kurz beim Google nachgeguckt und sich dran erinnert, dass ich, als ich das letzte mal das Video sah schon auf deren Myspace Seite war und folgendes rausgefunden hatte: Die Band kommt aus Kopenhagen, besteht aus Songschreiber Lars Iversen, vier weiteren Mitgliedern, die wohl nur für Auftritte dabei sind, und vor allem aber der Sängerin Mette Lindberg. Auf deren Youtubechannel kann man sich diverse Videos von der Tour angucken und ich muss sagen, ich steh ja einfach auf Skandinavier, die Englisch reden. Genau dieser Dialekt macht dann auch den besonderen Charme der Musik von The Asteroids Galaxy Tour aus. Ich hab das Debut-Album „Fruit“ noch nicht gehört, sondern nur das was im Netz so rumfliegt, hört sich allerdings alles sehr brauchbar an. Wieder mal ein Fall, der beweist, wie gut die Musikförderung in Dänemark funktioniert. Achso. Konzerte spielen die natürlich auch – am 16. Dezember spielen sie in Hamburg im Knust. Und nun das Video zu „Golden Age“:
Auf der Rückseite der Reeperbahn bin ich auf einen tollen Mitschnitt vom Guter Gabriel im Knust gestoßen, den ich euch nicht vorenthalten möchte:
Irgendwie ja ganz interessant, irgendwie aber auch einfach nur peinlich. Und irgendwie sträubt sich da was in mir.
Gerade habe ich in der anspruchsvollen Welt-Postille „Jolie“ eine wunderschöne Anzeige entdeckt. Wem diese schicke Digitalkamera schon sehr gefallen hat und gleichzeitig im Besitz eines Nintendo DS ist, dem sei deshalb folgendes Produkt besonders ans Herz gelegt: Bei „Gina-Lisa Powershopping“ kann man mit der jungen Dame bei der Düsseldorfer Modewochen oder dem Oktoberfest posen, aber natürlich nicht, ohne vorher anständig geshoppt zu haben. Mit den Finanzen haben die angehenden B-Hiltons anscheinend keine Probleme. Wenn ich die Spielerklärung auf der Myspace von Frau Lohfink richtig verstanden habe, sammelt man hier beim einkaufen Geld und Ansehen. Toll. (zum vergrößern auf Bild klicken)
Achso. Es gibt tollerweise dazu sogar auch einen kleinen Spot. Ich sach nur: „Wo wir die da zum prennen pringen.“
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